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Beim Informatikermangel herrscht Fantasielosigkeit

28.04.2008 | 08:31 Uhr

Firmen und Ausbildungsinstitute in der Schweiz unternehmen durchaus etwas gegen den Informatikermangel. Dabei agieren sie allerdings ziemlich ideenlos.

Unternehmen in der Schweiz klagen über den ausgetrockneten Informatikermarkt und Probleme bei der Mitarbeitersuche. Vor allem Spezialisten sind schwer zu finden. Dennoch gehen die Bemühungen, um die Attraktivität des Informatikstandorts Schweiz oder der Arbeit als Informatiker zu steigern, kaum über Altbekanntes hinaus. Eine exklusive ComputerworldTOP 500-Umfrage bei 26 Schweizer Unternehmen und Ausbildungsinstituten zeichnet ein düsteres Bild.

Firmen sind unterschiedlich betroffen

«Wir unterstützen den IT-Nachwuchs aktiv, etwa mit Engagements bei Ausbildungsinstituten.» Barbara Belser, Head HR Business Partner IT Schweiz bei Credit Suisse
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«Wir unterstützen den IT-Nachwuchs aktiv, etwa mit Engagements bei Ausbildungsinstituten.» Barbara Belser, Head HR Business Partner IT Schweiz bei Credit Suisse

Die Credit Suisse (CS) hat momentan in der Schweiz nicht weniger als 200 offene IT-Stellen. Speziell in den Bereichen Pro-jekt-Management, Business Engineering und Quality&Test-Management sucht die Schweizer Grossbank hochqualifizierte Berufsleute, so Barbara Belser, Head HR Business Partner IT Schweiz.

Damit steht die CS keinesfalls alleine da. Die meisten der von uns befragten Unternehmen wie die Schweizerische Post, Swisscom, Cablecom, Hewlett-Packard (HP) und Sunrise spüren den ausgetrockneten Markt und haben Mühe, ihre IT-Stellen neu zu besetzen. Microsoft trifft dies sogar doppelt, kämpfen die Redmonder doch nicht nur mit den eigenen Problemen bei der Mitarbeitersuche, sondern auch mit denjenigen ihrer Partner. «Wir können das volle Potenzial unserer Lösungen nur dann ausschöpfen, wenn sowohl unsere Partner als auch unsere Kunden über qualifizierte Fachkräfte verfügen», so Barbara Josef, Pressesprecherin von Microsoft in der Schweiz.

Auch bei AXA Winterthur kennt man die Probleme. Die Versicherungsgesellschaft versucht den erhöhten Bedarf an IT-Spezia-listen durch Effizienzsteigerungen in ihren Prozessen und mit alternativen Beschaffungsmethoden zu decken. Nicht nur die Unternehmen sehen sich mit dem Informatikermangel konfrontiert. Die Situation der Ausbildungsinstitute sieht kaum rosiger aus. Auch sie kämpfen mit rückläufigen Studentenzahlen.

Ausbildungsinstitute kämpfen auch

Bei den Massnahmen gegen den Informatikermangel steht Imagearbeit weit oben auf der Prioritätenliste. Mit Tagen der offenen Türe, Maturandenanlässen, speziellen Frauenförderungstagen oder Roadshows wollen die Institute mehr Jugendliche für eine Ausbildung im IT-Bereich gewinnen.

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