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Aus Daten wird Wissen

12.02.2008 | 08:57 Uhr

Analysetechniken wie Online Analytical Processing (OLAP) haben sich durchgesetzt. Durch die Unmengen RAM in heutigen Servern ergeben sich zudem neue Anwendungsfelder für das Verfahren.

Angelika Güc

Angelika Güc ist Marketing Manager bei Cognos.

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Es ist aus der modernen Firmeninformatik kaum wegzudenken: Online Analytical Processing (OLAP). Doch die Analysetechnik kann nicht nur im klassischen Sinn betrieben werden, nämlich als mehrdimensionale Sichtweise auf die Daten eines Unternehmens. Vor dem Hintergrund des enormen Wachstums in Sachen Speicher ergeben sich für OLAP-Lösungen noch viel interessantere Ansätze. Die Rede ist von Speicher-basierten OLAP-Lösungen, die für Unternehmen, die täglich auf die Analyse riesiger Datensätze angewiesen sind, wohl die Lösung der Zukunft sind. Zudem bescheinigen Analysten dem Markt für Speicher-basiertes OLAP in den kommenden Jahren ein enormes Wachstum. Mit Speicher-basierten OLAP-Lösungen lassen sich komplexe Datenstrukturen schnell und übersichtlich darstellen sowie bearbeiten. Zu den Anwendungsbereichen gehören beispielsweise das Controlling, das Supply Chain ManagementLexikon oder auch das Marketing.

Was ist Speicher-basiertes OLAP?

Speicher-basiertes OLAP ist eine Analysetechnik für Unternehmensdaten, bei der alle Daten im RAMLexikon (Random Access Memory) eines Rechners gehalten und alle Aggregationen, Kennzahlen und Werte in Echtzeit berechnet werden. Analysen im RAMLexikon eines Computers durchzuführen geht wesentlich schneller als auf einer herkömmlichen Festplatte. Das hängt unter anderem mit der tabellarischen Struktur des Arbeitsspeichers zusammen, der Binärwörter fester Grösse aufnehmen kann. Damit können im Speicher eines Computers Datenobjekte, Programme und die von diesen in Mikroprozessoren zu verarbeitenden Nutzdaten abgelegt und zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden.

Allerdings ist der Arbeitsspeicher moderner Computer flüchtig. Das bedeutet, dass alle Daten nach dem Abschalten der Stromzufuhr wieder verloren gehen. Ganz ohne Festplatte geht es daher nicht, weshalb zur Datensicherung entweder ein Image auf der Festplatte mitgeschrieben wird oder die Daten beim Start jeweils neu geladen werden müssen. Die Volatilität der Arbeitsspeicher ist in den verwendeten dynamischen RAM (DRAM) begründet. Zwar gibt es Alternativen wie zum Beispiel magneto-resistive RAMs (MRAM), diese sind aber für die Verwendung als Arbeitsspeicher noch zu langsam.

Volatile Arbeitsspeicher haben aber auch ihren Vorteil: da die Daten nicht auf der Festplatte gespeichert werden müssen, geht dies auch nicht zu Lasten der Rechnergeschwindigkeit.

Speicher-basierte OLAP-Systeme profitieren enorm von der Entwicklung der letzten Jahre. Die Technik des Speicher-basierten OLAP war in der Vergangenheit hinsichtlich der Datenmengen limitiert. 32-Bit-Architekturen konnten maximal vier GByte RAM adressieren, für viele Unternehmen aus heutiger Sicht unvorstellbar. Dagegen bieten 64-Bit-Rechner-Architekturen heutzutage die Möglichkeit, fast unlimitierte Datenmengen mittels Speicher-basierter Analyse zu untersuchen. Kein Wunder also, dass sich 64-Bit-Systeme zunehmend verbreiten. Der Vorteil der Speicher-basierten Analyse liegt neben der hohen Performance – die insbesondere für den Anwender die entscheidende Rolle spielt – in der grossen Flexibilität, da in der Regel eine unbegrenzte Anzahl von Analysedimensionen betrachtet werden kann.

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