Bruno Schenker, Senior Manager Consultant von CSC, unterstützte die SBB bei der Planung eines Enterprise Architecture Management.Zu hohe Kosten komplexe Geschäftsprozesse, diverse Altlasten: Die IT der Schweizerischen Bundesbahnen hatte 2005 mit Problemen zu kämpfen. Selbst Firmenregeln wurden unterschiedlich ausgelegt. Ausserdem fehlten weitgehend Kommunikationsinstrumente, welche die Geschäfts- und Informatikverantwortlichen bei der Verständigung über notwendige Veränderungen unterstützt hätten. Anfang 2005 sollte deshalb die IT-Beratungsfirma CSC abklären, ob die Einführung einer Enterprise Architecture zweckmässig und durchführbar sei.
Hochkomplexe Informatiklandschaft
Jeden Tag befahren 9000 Züge das 3000 Kilometer lange Netz der SBB. Verantwortlich dafür, dass alle pünktlich und sicher ans Ziel gelangen, sind die 9300 Mitarbeitenden der Division Infrastruktur. Auch der Betrieb und Unterhalt sämtlicher Anlagen wie Bahnhöfe, Stellwerke, Fahrleitungsnetz oder Brücken und Tunnels gehören zu ihrem Aufgabenbereich. Diese Anforderungen und höchste Ansprüche an Sicherheit und Verfügbarkeit der Systeme spiegeln sich in einer äusserst komplexen Informatiklandschaft wider.
Eine weitere Herausforderung: Diverse Altlasten, eine teilweise dezentrale Organisation sowie eine hohe Redundanz prägten zu Beginn des Projekts die IT der SBB Infrastruktur. Sie verursachten unnötige Kosten und Risiken. Kommunikationsinstrumente, welche die Geschäfts- und Informatikverantwortlichen bei der Verständigung über notwendige Veränderungen unterstützt hätten, fehlten weitgehend.
Grosses Optimierungspotenzial
Für die Einführung eines Enterprise Architecture Management gilt es zunächst, auf der Seite der Unternehmensarchitektur eine Prozesshierarchie zu erstellen. Sie gliedert systematisch auf, welche Prozesse für ein Unternehmen von Bedeutung sind. In einem zweiten Schritt lohnt es sich, die jeweilige Wertschöpfung zu ermitteln. Auf der Seite der Informationssystemarchitektur ist zusätzlich zum reinen Inventar der Applikationen eine Abbildung der Architektur wünschenswert. Sie zeigt die Abhängigkeiten zwischen den Anwendungen auf. Häufig ist es die unkontrollierte Vernetzung von Applikationen, die Kosten verursacht, z.B. wenn eine Anwendung ersetzt werden soll.
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