Michael Paravicini, CIO bei Zurich Financial Services, lobt die mit der Auslagerung erreichte Anwenderzufriedenheit.Vor zweieinhalb Jahren schloss die Zurich Financial Services Group (Zurich) den damals weltweit grössten Outsourcing-Vertrag in der Versicherungsbranche ab. Die Vereinbarung war ein wichtiger Bestandteil der globalen IT-Strategie der Zurich. Sie sah vor, IT-Dienstleistungen innerhalb der gesamten Gruppe zu konsolidieren und zu rationalisieren.
Michael Paravicini, heutiger CIO bei Zurich, resümiert die Hintergründe des Auslagerungs-entscheids, dessen Umsetzung und die bisherigen Resultate.
Die Ausgangslage
Mit international rund 55000 Mitarbeitern arbeitet die Zurich in über 120 Ländern. «Trotz der globalen Tätigkeit bestand das Unternehmen damals aus einer Vielzahl weitgehend autonomer Geschäftseinheiten», erklärt Paravicini. Diese Organisation sei angesichts sinkender Börsenkurse in den Jahren 2001 und 2002 nur noch schwer aufrecht zu erhalten gewesen.
Besonders stark hätten sich die Probleme in der Informatik gezeigt, weil die einzelnen Geschäftseinheiten eigene Prozesse und individuelle IT-Organisationen aufgebaut hatten. «Die Zurich beschäftigte in der IT mehr als 30 CIOs und insgesamt rund 7600 Mitarbeiter. Das Budget umfasste über 1,7 Milliarden Dollar». Dabei seien wenig Synergien erzielt und kaum Kooperationen eingegangen worden, erklärt der IT-Chef. Das Geschäftsmodell sei für den weltweit tätigen Konzern auch deshalb überholt gewesen, weil die Kunden erwarteten, überall auf der Welt die gleichen Dienste beziehen zu können.
Die Geschäftsleitung der Zurich hat auf diesen doppelten Druck reagiert, indem sie sich entschied, die Struktur des Unternehmens grundlegend zu verändern. Die regionale Aufteilung in sechs grosse Geschäftseinheiten wurde ersetzt.
Das hatte zur Folge, dass die IT-Abteilung beispielsweise in Europa vor der paradoxen Aufgabe stand, mit lokalen Einheiten ein paneuropäisches Geschäftsmodell unterstützen zu müssen. «Deshalb war die Neuorientierung der IT unausweichlich geworden», resümiert Paravicini die Umorganisation.
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