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Schweizer PC-Markt schwächelt

31.01.2007 | 16:00 Uhr

2006 war für die hiesigen PC-Hersteller ein mageres Jahr. So die Quintessenz der 18. Ausgabe des jährlich von Robert Weiss aufgelegten Marktreports «Weissbuch».

Laut dem aktuellen Branchenreport von Robert Weiss haben die Schweizer PC-Hersteller ein ausgesprochen schlechtes Jahr hinter sich.
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Laut dem aktuellen Branchenreport von Robert Weiss haben die Schweizer PC-Hersteller ein ausgesprochen schlechtes Jahr hinter sich.

Dem Weissbuch zufolge sind im letzten Jahr rund 1,373 Millionen PC über die Schweizer Ladentische gewandert – das sind 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die Heimanwender haben sich nur wenig kauflustig gezeigt: Sie haben sich 23,6 Prozent weniger Desktoprechner und 16,5 Prozent weniger Notebooks angeschafft als 2005. Im Business-Bereich beläuft sich der Rückgang bei den stationären Arbeitsplatzrechnern auf 6,3 Prozent. Bei den Firmenlaptops hingegen ist ein Plus von 14 Prozent zu verzeichnen.

Die Durchschnittspreise für PC haben 2006 keinen allzu gewaltigen Rutsch nach unten getan: Für einen Desktop musste man im letzten Jahr im Schnitt 1193 Franken hinblättern – das sind gerade einmal 1,9 Prozent weniger als im Jahr davor. Für einen mobilen Rechner wurden durchschnittlich 1757 Franken fällig – das sind ebenfalls knapp zwei Prozent weniger als 2005. Den deutlichsten Preisnachlass gab es bei den Consumer-Notebooks: Der Preis für solche Geräte ist im Schnitt um 7,6 Prozent auf 1455 Franken geschrumpft.

Insgesamt haben die PC-Hersteller gemäss dem Weiss’schen Zählwerk im letzten Jahr in der Schweiz einen Umsatz von rund zwei Milliarden Franken generiert und damit ein Minus von 8,2 Prozent einstecken müssen. Während für sie unterm Strich im Business-Segment noch immerhin ein Plus von rund drei Prozent drin lag, hatten sie im Consumer-Bereich Umsatz-Einbussen von satten 22,8 Prozent zu verzeichnen.

Den Titel der Schweizer PC-Branchenprimadonna hat sich 2006 wiederum Hewlett-Packard geschnappt. Sie verkaufte mit 339 000 Rechnern rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr und sicherte sich damit einen Marktanteil von 24,7 Prozent. Die Direktverkäuferin Dell hat nur noch 256 200 und damit 14,2 Prozent weniger Computer an den Mann gebracht. Damit konnten sie sich auf dem zweiten Platz behaupten. Recht weit abgeschlagen folgt auf dem dritten Rang Acer mit einem stückzahlenmässigen Rückgang von 17,5 Prozent auf 146 600 verkaufte Geräte.

Schlimm erwischt hats im letzten Jahr die Assemblierer. Sie schraubten nur noch
192 600 Rechner zusammen – im Vorjahr waren es noch 227 000. Damit sank zum fünften Mal in Folge ihr Anteil am PC-Gesamtmarkt, und zwar von 15,3 auf 14 Prozent.

Wie Weiss zu Protokoll gibt, sei es für die Assemblierer extrem schwierig, im Preiskampf wirklich mitzuspielen. Ihnen fehle schlichtweg der «Schnauf» der grossen Brands. Vor allem die kleineren PC-Bauer mit Produktionen unter 3000 Einheiten hätten im letzten Jahr stark Federn lassen müssen, so Weiss weiter. Die Leader im helvetischen Assemblierermarkt hätten diesen Trend noch nicht so stark zu spüren bekommen, würden sich aber im laufenden Jahr damit auseinander setzen müssen.

Für 2007 prognostiziert Weiss den PC-Herstellern insgesamt wieder klingelnde Kassen: Er rechnet damit, dass der Markt stückzahlenmässig um etwa 5,6 Prozent zulegen wird und die Umsätze gesamthaft um 11,4 Prozent nach oben klettern werden. Das grösste Wachstum erwartet der Branchenbeobachter im Mobile-Bereich: So sollen die Hersteller gemäss den Weiss’schen Weissagungen 20,6 Prozent mehr Umsatz mit Business- und 16,4 Prozent mehr Einnahmen mit Consumer-Notebooks erzielen können. Was die PC-Preise angeht, so prophezeit Weiss einen durchschnittlichen Preisanstieg von 5,5 Prozent. Dies sieht er im Leistungshunger des neuen Microsoft-Betriebssystem Vista begründet.

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