IT-Security

Gesetzestreue Archivare

09.07.2007 | 08:43 Uhr

Welche Form der Archivierung und Speicherung von Daten ist der Compliance eines Unternehmens am dienlichsten? Die Praxis zeigt, dass festplattenbasierte «Worm»-Speicher (Write once, Read many) und entsprechende Software sich hierzu am besten eignen.

Remo Rossi

Remo Rossi leitet die Region Schweiz, Österreich und Osteuropa bei Network Appliance.

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Archivierung und ComplianceLexikon stehen auf der IT-Tagesordnung jedes Unternehmens weit oben. Fälschlicherweise wurden diese beiden Punkte aber zu lange separat betrachtet. Dabei ist die Archivierung in der Regel Sache der IT-Administration. Hier geht es um Kostensenkung beim Storage, aber auch um Service Level AgreementsLexikon. Compliance dagegen gehört zu den Aufgaben der Geschäftsleitung. Aufgrund der unterschiedlichen Zuständigkeit und Blickrichtung sind Archiv- und Compliance-Systeme sehr oft als Einzellösung für Einzelprobleme konzipiert.

Einzellösungen führen aber zu Informationssilos und können neue Herausforderungen mit sich bringen, wie zusätzliche Kosten und steigende Komplexität. Sinnvoller ist eine einheitliche Architektur aus kompatiblen Komponenten, welche die betrieblichen Archivierungsanforderungen erfüllt und Garant dafür ist, dass das Management von E-Mails, Dateien, Geschäftsapplikationen und ECM-Daten (Enterprise Content Management) allen Anforderungen genügt.

Am Anfang steht das Storage

Datenspeicher sind die Grundlage jeder Compliance-Infrastruktur. Daten müssen nicht nur zuverlässig und entsprechend gesetzlicher Vorschriften gespeichert werden, sondern auch bei Bedarf schnell abrufbar und nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist unwiderruflich löschbar sein. Klassische WormLexikon-Speicher (Write Once, Read Many) in Form optischer Laufwerke oder Bandspeichern werden diesen Anforderungen allein aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften nicht gerecht – zu langsam im Zugriff, zu kompliziert im Management, zu aufwändig beim Löschen der Daten. Deutlich komfortabler ist Worm auf Diskbasis.

Wie aber werden Festplatten zum Worm-Medium? Als Online-Medien sind sie in erster Linie für permanente, schnelle Schreib- und Lese-Zugriffe ausgelegt. Um den hohen Anspruch an Revisionssicherheit zu erfüllen, müssen folglich Schreib-Zugriffe zu hundert Prozent verhindert werden. Nur so lassen sich Änderungs- und Löschversuche unterbinden. Gleichzeitig lässt sich ein Zeitfaktor einführen: Das heisst, der Worm-Status ist zeitlich begrenzbar und erlischt nach Ende der Verfallsdauer.

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