Werner Lippert ist Managing Partner bei der Zürcher In&Work.
Trotz steigender CPU-Leistungen wächst die Anzahl Server in den Rechenzentren, so dass diese förmlich aus den Nähten platzen. Dabei fehlt in der Regel aber ein Monitoring der vorhandenen Kapazitäten und Ressourcen. Entstanden sind dabei zum Teil abstruse Verhältnisse: Während Stellfläche, Stromversorgung und Kühlung vielfach schon heute nicht mehr ausreichen, dümpeln vielerorts Server vor sich hin, weil die in ihnen schlummernde Leistung nur selten abgerufen wird. Solche Rechenzentren sind einerseits teuer, weil die beschafften Infrastruktur-Komponenten nicht effizient ausgelastet sind, und anderseits wachstumsfeindlich, weil Business-Prozesse nicht unterstützt werden.
Die Server-Virtualisierung verspricht hier Abhilfe, indem Hardware-Ressourcen effizienter genutzt werden. Allerdings ergeben sich mit Einführung einer virtuellen Infrastruktur auch zwei Problembereiche: Das Capacity- und das Performance-Management. Es muss geklärt werden, wie viele Applikationen respektive Server überhaupt auf ein System mit virtuellen Maschinen migriert beziehungsweise konsolidiert werden können. Und es muss klar sein, wie sich die verschiedenen Applikationen auf einem virtualisierten System die vorhandenen Ressourcen teilen. Somit müssen der aktuelle Kapazitätsbedarf und Ressourcenverbrauch der Applikationen mit Virtualisierungspotenzial und der erwartete Ressourcenverbrauch auf dem virtualisierten System definiert sein, bevor es an die Migration der vorhandenen Applikationen geht.
Darüber hinaus wird mit den neuen Möglichkeiten einer virtualisierten Umgebung die Frage nach der Transparenz des Ressourcenverbrauchs im Betrieb wesentlich. Denn durch den zusätzlichen Software Layer – eben die Virtualisierung – steigt die Komplexität. Überdies steht eine Ressource nicht mehr exklusiv für einen Anwender zur Verfügung. Das Management einer virtuellen Infrastruktur ist daher sehr anspruchsvoll.
Monitoring als Ausweg
Treten im laufenden Betrieb einer virtualisierten Umgebung Performanceprobleme auf, ist nicht mehr unmittelbar klar, welche Applikation die Probleme verursacht und welche Anwendungen betroffen sind. Die nötige Transparenz kann nur mit Hilfe eines Capacity- und Performance-Monitoring geschaffen werden.
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