Computerworld: Herr Rüthemann, wie gut ist die Schweizer IT-Branche im internationalen Vergleich für das kommende Jahr aufgestellt?
Daniel Rüthemann: Der Schweizer IT-Markt verbindet globale Wettbewerbsfähigkeit und nationale Identität. Internationale Firmen und einheimische Spitzenunternehmen nutzen das ausgezeichnete Geschäfts- und Forschungsklima in der Schweiz. Der Schweizer IT-Markt wird sein erfreuliches Wachstum auch im kommenden Jahr beibehalten. Allerdings wird an diesem Wachstum nur teilhaben können, wer auf die Kundenbedürfnisse einzugehen versteht. Branchenwissen und Business-Expertise sind gefragt.
Problematisch entwickelt sich hingegen die Situation auf dem hiesigen Arbeitsmarkt. Nicht nur in der IT sind hoch qualifizierte Arbeitskräfte gefragter denn je, gleichzeitig haben die Neueintritte in die Informatik-Studiengänge an den Schweizer Hochschulen einen historischen Tiefstand erreicht. Im Schweizer Arbeitsmarkt droht ein Fachkräftemangel, der zu einem Hindernis für die weitere, positive Wirtschaftsentwicklung werden könnte.
Was ist für Sie das Top-IT-Thema 2008?
Green IT oder der nachhaltige und effiziente Umgang mit der knappen Ressource Energie setzt sich in der Branche immer mehr durch. Wo es bis vor kurzem noch um Visionen und Konzepte ging, kommen jetzt konkrete -Lösungen auf den Markt, mit dem Ziel, den Stromverbrauch auf verschiedenen Ebenen zu reduzieren. Green-IT-Lösungen kommen nicht nur im Server- und Softwarebereich zur Anwendung, sondern auch bei der Standortwahl und Architektur von Rechenzentren, beim Chipdesign und bei der Abwärmenutzung. IBM Schweiz stellt, gemeinsam mit Experten, die wichtigsten davon in der vergangene Woche publizierten Schriftenreihe «Swiss Innovation Outlook – Das Grüne Rechenzentrum» vor.
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