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SharePoint 2010 – Workflow-Design wird deutlich flexibler

12.04.2010 | 23:04 Uhr

SharePoint 2010 bringt auch beim Thema Workflow wichtige Neuerungen mit, die Schwachstellen der Vorversion ausräumen. Workflows lassen sich wesentliche flexibler einsetzen und dank den überarbeiteten SharePoint Designer 2010 auch ohne Programmierkenntnisse entwickeln.

von Urs Bertschy

Die eventuell schlechte Nachricht gleich vorweg: SharePoint 2010 wird auf dem .NET FrameworkLexikon 3.5 und nicht auf dem soeben veröffentlichten .NET Framework 4.0 basieren. Für das SharePoint-Team war die Zeit schlichtweg zu knapp, um bereits auf die neue Version 4.0 zu bauen. Damit versteht es sich auch von selbst, dass man in SharePoint 2010 auf die Neuerungen der Workflow Foundation 4.0 (WF 4.0), die Bestandteil von .NET 4.0 ist, verzichten muss. Immerhin hat sich Microsoft aber einiges einfallen lassen, um Workflows nicht nur flexibler einsetzbar, sondern deren technische Umsetzung auch einfacher zu machen.

Visio 2010 als neuer SharePoint-Workflow-Designer

Die wohl interessanteste Neuerung ist das Zusammenspiel von Visio 2010 (ab Premium Edition), SharePoint Designer 2010 und Visual Studio 2010. In Visio 2010 können Workflows künftig auch von technisch weniger versierten Nutzern entworfen werden [1]. Das Zeichenprogramm bietet dafür einen Satz von Shapes für Workflow-Activities (in SharePoint Designer werden sie als Actions bezeichnet), Workflow-Verzweigungen und Workflow-Terminatoren sowie eine Validierungsfunktion zur Überprüfung der Prozesslogik an. Aufgezeichnete Workflows lassen sich für die weitere Bearbeitung in SharePoint Designer 2010 exportieren. Im Designer kann dann die notwendige Parametrisierung und weitere Anpassungen wie zum Beispiel das Zufügen von eigenen Formularen (neu via InfoPath 2010) vorgenommen werden. Erstellte Workflows können direkt aus SharePoint Designer auf eine SharePoint-Site publiziert werden. Zudem lassen sich Workflows direkt als SharePoint Solution (WSP) für das Deployment auf eine andere SharePoint Umgebung (Site Collection, SharePoint Farm) oder zur Weiterverarbeitung in Visual Studio 2010 exportieren. Letzteres wird beispielsweise dann notwendig, wenn man den Workflow um komplexe Logik, Event Handling oder Anbindung an externe Systeme erweitern will.

Während das Zusammenspiel zwischen Visio und dem Designer bidirektional funktioniert,–Workflows lassen sich z.B. zu Dokumentationszwecken wieder an Visio übergeben, ist der Weg von SharePoint Designer zu Visual Studio 2010 eine Einbahnstraße. Einmal in Visual Studio überarbeitete Workflows können nur noch dort weitergepflegt werden.

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Abbildung 1: Workflows können neu auch in Visio 2010 gestaltet und anschliessend für die weitere Verarbeitung in SharePoint Designer importiert werden.

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