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Vista-Ausbau für .Net 3.0

16.11.2006 | 14:30 Uhr

Im Rahmen der diesjährigen Entwicklerkonferenz Teched in Barcelona hat Microsoft die Version 3.0 ihres .Net-Framework vorgestellt.

.Net 3.0 setzt nahtlos auf die Vorgängerversion auf.
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.Net 3.0 setzt nahtlos auf die Vorgängerversion auf.

Um es gleich vorwegzunehmen: Das .Net-2.0-Framework bildete bis anhin die Grundlage für die Entwicklung von Windows-Anwendungen und wird es vorerst auch bleiben. Denn Version 3.0 setzt nahtlos auf dem Vorgänger auf. Ergänzt wird .Net 2.0 aber um vier Programmierschnittstellen aus WinFX: Windows Workflow Foundation (WF), Windows Communication Foundation (WCF), Windows Cardspace und Windows Presentation Foundation (WPF). Mit .Net 2.0 als Grundlage, will Microsoft die Lauffähigkeit aller bisherigen Applikationen garantieren. Das dritte Release des FrameworkLexikon ist für die Betriebssysteme Vista und XP sowie Windows Server 2003 erhältlich.

Workflow Foundation soll künftig das Kreieren von Arbeitsabläufen in Applikationen vereinfachen und standardisieren. Dabei sind Workflow-En-gines sowohl für Windows als auch für andere Betriebssysteme seit einiger Zeit in verschiedenen Ausführungen bekannt. Mit WF wollen die Redmonder nun allerdings einen einheitlichen Ansatz präsentieren, auf dessen Basis künftig auch sämtliche Office-2007-Applikationen und Sharepoint-Services aufbauen sollen. Zwar zeigt man sich auch bei der Softwaregigantin selbst durchaus skeptisch, ob ein einzelner Ansatz den vielfältigen Bedürfnissen gerecht werden kann. Eine allgemein gehaltene Definition des Begriffs Workflow und eine entsprechende Umsetzung in .Net 3.0 soll der Problematik jedoch Herr werden.

Unterstützung bei der Schaffung von Service-orientierten Applikationen und Web-Services verspricht die Communication Foundation. WCF will der Tatsache Rechnung tragen, dass die Kommunikationsfähigkeit der Software in den letzten Jahren wichtiger geworden ist. Das ursprünglich unter dem -Codenamen Indigo entwickelte WCF setzt dabei ausschliesslich auf interoperable Kommunikation via SoapLexikon. So soll auch die Zusammenarbeit mit Microsoft-fremden Plattformen gewährleistet sein. Laut Microsofts WCF-Manager, Shy Cohen, komme dabei auch die Sicherheit nicht zu kurz. Mit verschiedenen Funktionen will nämlich WCF sicheres Coding praktisch zur Routine machen.

Presentation Foundation soll ausgefeilte Interfaces ermöglichen.
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Presentation Foundation soll ausgefeilte Interfaces ermöglichen.

Als dritte Neuerung in .Net 3.0 hat Microsoft die Schnittstelle Presentation Foundation vorgestellt. Unter dem Codenamen «Avalon» entwickelt, soll WPF es den Entwicklern einfacher machen, Anwenderoberflächen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse zu bauen. WPF unterstützt dabei sowohl Video, Animationen, zwei- und dreidimensionale Grafik als auch verschiedenste Dokumententypen. So soll den Anwendern mehr geboten werden, als das traditionell Menü-gesteuerte User-Interface.

Als Nachfolger des unbeliebten Passport-Dienstes lanciert Microsoft zu guter Letzt unter dem Namen Cardspace einen Bausatz für digitale Identitäten. Anwender sollen künftig via Passwort-unabhängige digitale Karten ihre Web-Identitäten managen können. Die Verifizierung soll über so genannte Identity Provider erfolgen.

Das .Net-Rahmenwerk wird fester Bestandteil von Vista werden. Die Erweiterungen für Visual Studio 2005 zur Einbindung von .Net 3.0 befinden sich zurzeit allerdings noch im Beta-Stadium.

Dieser Artikel stammt aus der Ausgabe Computerworld 46/2006. Ausgabe bestellen

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