"Wir müssen Vertrauen und Loyalität zurückgewinnen", sagte Hanspeter Groth, Director Business Development bei SAP, auf einer Medienveranstaltung in Regensdorf. Groth spielte damit auf die Streitereien zwischen SAP und Schweizer KMU um das teure Enterprise-Support-Modell an. SAP biete zwar nicht die günstigsten oder die besten Einzelprodukte, aber die Lösung mit dem insgesamt grössten Benefit, betonte Groth. Die neue Business Suite 7 sei als evolutionärer Schritt in diese Richtung zu sehen.
Live: 1 bis 3 Monate, ROI: weniger als 1 Jahr
Denn etwa 40 Prozent der Arbeitszeit verschlingt die Koordination der Prozesse zwischen den Einzelsilos ERP
, CRM
, SCM
, SRM und PLM. Die neue BI
7 enthält deshalb etwa 30 Value-Szenarien, die End-to-End-Geschäftsprozesse silo-übergreifend modellieren, was den Zeitaufwand drastisch reduziert. Für etwa 20 der bereits vorhandenen 30 Hauptindustrieprozesse garantiert SAP eine Implementationszeit zwischen ein und drei Monaten und einen Return on Invest von weniger als einem Jahr, sagte Groth auf Nachfrage von Computerworld. Einen Haken hat die Sache jedoch: Damit das reibungslos funktioniert, müssten Kunden ihre Best-Breed-Applikationen, die teilweise von anderen Anbietern stammen, durch SAP-Lösungen ersetzen.
Mit der konsequenten Umsetzung der Erweiterungspakete (Enhancement Packages) hat SAP der Ära der Riesenupdates endgültig den Rücken gekehrt. Mit den Paketen können SAP-Kunden einzelne Software-Komponenten selektiv erweitern und bezahlen auch nur für die von ihnen aktivierten Upgrades. Zur Zeit gebe es etwa 400 schaltbare Software-Einheiten, sagt Christian Oehler Solution Manager SAP Business Suite. Das Erweiterungspaket 4 für ERP
6.0 hat SAP bereits ausgeliefert, ebenso das Erweiterungspaket 1, das CRM, PLM, SCM und SRM auf die neueste Version 7 hievt. Im Jahresrhythmus sollen weitere Enhancement Packs folgen, also für ERP 6.0 das EWP 5 Ende 2009 und EWP 6 im Verlauf von 2010.
Planungssicherheit für sieben Jahre
Zumindest für die nächsten sieben Jahre schliesst SAP einen Major-Release-Wechsel, der für Kunden in der Regel einen grösseren Migrationsaufwand bedeutet, definitiv aus. Unternehmen halten ihre SAP-Systeme über Enhancement Packs und Support Packs (Patches) auf dem neuesten Stand. Sieben Jahre, das ist just die Zeit, die SAP als Übergangsperiode hin zum teureren Enterprise Support mit einer Wartungsgebühr von 22 Prozent festgelegt hat. Die Enhancement Packages sind im Enterprise Support bereits enthalten.
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