Business Software

Echte Alternative zu Exchange

05.02.2007 | 08:55 Uhr

Outlook-Nutzer, die einen Ersatz für Microsofts ressourcenhungrigen Exchange-Server suchen, sind mit Gordano gut bedient.

Die jüngste Version von Gordanos Messaging Suite überzeugt durch mehr Features bei einfacherem Management.
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Die jüngste Version von Gordanos Messaging Suite überzeugt durch mehr Features bei einfacherem Management.

Gordano Messaging Suite (GMS) heisst das Kollaborationspaket, das die gleichnamige Anbieterin mittlerweile in der Version 12 anbietet. Das Softwarepaket, das die Teamarbeit in Unternehmen beschleunigen soll, läuft unter diversen Unix-Distributionen sowie Windows. Computerworld liess die Versprechungen der Anbieterin im Labor intensiv überprüfen.

Die Installation ist tatsächlich im Handumdrehen erledigt, bestätigen unsere Tester. Mehr noch: Sie erfordert deutlich weniger Aufwand als die Installation der Beta-Version von Exchange 2007. Auch die Verwaltung vom Back-end aus ist einfach: Sie lässt sich vollumfänglich per Webschnittstelle erledigen.

Für die Authentifizierung der User stehen dem Administrator mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: via Gordanos interne Datenbank, eine auf Unix-Passwörtern basierte Datenbank, oder auch via ein externes LDAP-Verzeichnis. LDAP kann zudem verwendet werden, um die Passwortverwaltung mit einem Active-Directory-Server zu verkoppeln. Die Version 12 bietet dank erweiterten SNMP-Funktionen ein stringenteres Servermana-ge-ment, und zwar mittels standardisierter E-Mail plus netzwerkbasierten MIB (Management Information Bases) respektive Gordanos internen MIB. Über simple Perl-Skripts konnten die Tester Statistiken generieren, und das Monitoring funktionierte einwandfrei mit Standardsoftware wie Whatsup oder Hewlett-Packards Openview. Mit den internen MIB liessen sich sogar Serverstatistiken zur Speicherauslastung und Prozessverarbeitung erstellen.

Das grösste Lob zollen die Tester jedoch der Funktion, die schon in den Vorversionen der Kollaborationssuite Applaus erntete: der Funktion «Autoport». Sie erleichtert die Migration von Exchange ungemein. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn meist ist eine solche Umstellung eine umständliche und langwierige Prozedur. Gordano erledigt sie souverän mittels der webbasierten Administrationsschnittstelle. Logt sich ein User nach der Datenmigration das erste Mal ein, so bemerkt er kaum eine Zeitverzögerung. Im Testbeispiel benötigte die migrierte, mit tausend Mails gefüllte Mailbox nicht einmal eine Minute.

Der Zugang für Enduser ist zwar weiterhin mittels Outlook möglich, empfehlenswerter, weil praktischer, sei jedoch der Webmail-Client, so die Tester. Umso mehr, als Version 12 nun auch Firefox unterstützt. Alle aus Outlook vertrauten Optionen wie gemeinsam nutzbare Dateiordner, Kontakte und das Terminmanagement sind vorhanden. Fürs Instant Messaging ist indes eine Zusatzlizenz erforderlich.

A propos Preise: Mit Lizenzkosten von knapp 70 Franken pro User bei einem 50-User-Paket punktet das überaus taugliche Tool auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Womit es sich im Test die Gesamtnote «Sehr gut» vollauf verdient hat.

Fazit: Wer eine Alternative zu Exchange Server mit mindestens gleichwertiger, wenn nicht besserer Leistung sucht, die zudem weniger Hardwareressourcen beansprucht, ist mit GMS 12 bestens bedient.

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